Unsere Geschichte und wie daraus die Idee für anaBag entstand

 

Als ich im Januar vor einigen Jahren unser Abendessen kochte, wusste ich noch nicht, wie sehr dieses eine Abendessen unser ganzes Leben verändern würde. Mein Sohn (damals 5 Jahre alt) mochte eigentlich nie Soße, an jenem Abend wollte er die Erdnuss-Soße probieren. Erst meinte er, dass sie ihm gut schmeckte, dann aber meinte er, sie schmecke ihm doch nicht und ich ging und holte ihm einen neuen Teller. Es waren nur wenige Schritte zum Schrank. Als ich ihm den Teller hinstellte, sah ich seine geschwollene Oberlippe und er sagte mir, dass es ihm nicht gut geht, er schlecht Luft bekommt. Glücklicher Weise reagierte ich intuitiv richtig und lief sofort zum Telefon, um den Notarzt zu alarmieren...

 

Von jetzt auf gleich Allergiker mit der schlimmsten Form der Allergie (Anaphylaxie)

 

Zum Glück kam der Notarzt sehr schnell und es ging alles gut aus. Wir mussten einige Tage im Krankenhaus bleiben, erhielten Schulungen und bekamen von unserem Arzt ein Notfallset verschrieben. Das Notfallset sollten wir ab sofort IMMER mit uns tragen, aber wie transportiert man die Medikamente am besten?

Auch nach tagelanger Recherche im Internet konnte ich leider keine passende Tasche für dieses Notfallset finden. So behalfen wir uns erst einmal mit einer (Sport-)Hüfttasche. Als mein Sohn eines Tages aus dem Auto ausstieg, fiel das Notfallset herrunter, die Flaschen darin zerbrachen. Ein anderes Mal haben wir die Tasche versehentlich im Auto liegen lassen, ca. 20 Minuten danach fiel es mir auf und wegen der sommerlichen Temperaturen mussten wir die ganzen Medikamente tauschen. Weiterhin störte es mich sehr, dass die Medikamente in der Tasche keinen Halt hatten, ich hatte immer Angst, dass sie gegeneinander schlagen und kaputt gehen würden.

Sicherlich bin ich auch den Apothekern im Umkreis von meinem Heimatort ziemlich auf die Nerven gegangen, da ich viele Male gefragt habe, ob es denn nicht doch eine passende Tasche hierfür gibt.

Als wir dann fast alles durchprobiert hatten (von Taschen für Diabetiker bis hin zu Schlampermäppchen uvm.), beschloss ich, dass es nicht so weitergehen kann und wir ja sicherlich nicht die einzigen Allergiker sind mit diesem Problem.

Aber auch die behandelnden Ärzte und Hersteller der Medikamente konnten mir nicht weiterhelfen und so reifte in mir die Idee, selbst eine Tasche zu entwerfen. Nach vielen Entwürfen und Alltagstests der Entwürfe ist die Tasche nun soweit, dass ich sie auch anderen Allergikern anbieten kann.